Webseite für Suchmaschinen optimieren

Alle suchen mit Google! Grund genug, es den Suchrobotern (Crawlern) von Google so leicht und angenehm wie möglich zu machen, Ihre Webseite zu lesen, zu verstehen und als positiven Mehrwert für die Suchenden zu beurteilen. In diesem Beitrag erklären wir, worauf es zu achten gilt und welche Maßnahmen zu ergreifen sind.

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Was ist Suchmaschinenoptimierung?

Der Begriff Suchmaschinenoptimierung fasst als Teilbereich des Suchmaschinenmarketing alle Maßnahmen zusammen, die erforderlich sind, um die Platzierung bei Suchmaschinendiensten wie Google zu verbessern. Um als Betreiber einer Internetseite im World Wide Web gefunden zu werden, ist eine Spitzenplatzierung auf der ersten Ergebnisseite von größter Bedeutung. Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, bedarf es verschiedener Optimierungsschritte, die sich auf die OnPage-Optimierung - der Optimierungsmaßnahmen auf der Webseite selbst - und der OffPage-Optimierung - der Vermarktung der Homepage im Internet durch organischen Linkaufbau - beziehen.

OnPage-Optimierung

Die Bemühungen der Suchmaschinenoptimierung beginnen bereits bei der Erstellung einer neuen Webseite. Dabei spielen besonders der strukturierte Aufbau und eine fehlerfreie (valide, nach W3C-Standard)Webseitenkonstruktion - die Programmierung des eigentlichen Quellcodes - für die Indexierbarkeit bei den Suchmaschinen eine große Rolle. Auch die internen Verlinkung und besonders die Textinhalte, der sogenannte Content, sind für die Qualität der Seite ganz entscheidend. Dabei gilt es, speziell ermittelte Keywords (anhand einer Keyword-Analyse ermittelte Schlüsselbegriffe) in einer optimierten Keyworddichte in den Texten zu platzieren und so dem Besucher, aber auch den Suchmaschinen einen Mehrwert zu bieten. Bei allen Maßnahmen gilt es dabei immer darauf zu achten, dass eine Homepage für den Besucher, die Zielgruppe (die es mittels Zielgruppen-Analyse zu bestimmen gilt), gedacht ist. Somit stellt die Schaffung eines echten Mehrwertes einer Seite die größte Herausforderung dar.

Für die OnPage-Optimierung gibt es noch eine große Bandbreite an Anforderungen, die es umzusetzen gilt. Daher sollte bei der Entscheidung, für welche Webseitensoftware (Content Management System, auch Web-CMS genannt) man sich entscheidet, darauf geachtet werden, dass diese den Anforderungen auch gerecht wird.

Weiterführende Informationen zum Thema OnPage-Optimierung.

Maßnahmen der OnPage-Optimierung im Überblick

  1. Domainname (Webseiten-URL) und Domainalter
  2. Webhosting
  3. URL-Design und URL-Aufbau
  4. Seitenaufbau und Menüführung
  5. Interne Verlinkungen
  6. Sitemap
  7. Content
  8. Meta-Tags
  9. Title-Tag

Domainname (Webseiten-URL) und Domainalter

Damit der Besucher zu einer bestimmen Webseite gelangt, muss dieser über den Browser eine Domain eingeben oder über Suchmaschinen und andere Verlinkungen zu dieser Domain folgen. Daraus resultieren unterschiedliche Anforderungen an einen Domainnamen. Dieser sollte sich leicht zu merken, möglichst verständlich sein und für Suchmaschinen die wichtigsten Keywords enthalten. Natürlich kann man nicht allen Anforderungen gerecht werden, doch die Wahl eines Domainnamen ist eine ganz entscheidende am Anfang eines neuen Webprojektes. Doch nicht nur die Überlegung an sich stellt eine Herausforderung dar. Es ist nicht unbedingt gewährleistet, ob eine Domain noch verfügbar ist. Täglich werden neue Webseiten online gestellt und damit verbunden nimmt auch die Verfügbarkeit von hochwertigen, noch frei verfügbaren Domains ab.

Doch was ist eine Domain überhaupt? Um Webinhalte aus dem Internet angezeigt zu bekommen, muss der Besucher den Server, auf dem die gesuchte Webseite liegt, ansprechen. Dies geschieht über die sogenannte IP-Adresse (Internetprotokoll). Da sich natürlich niemand eine Abfolge von Zahlen merken kann oder gewillt ist, dies zu tun, wurde für den WWW-Dienst ein Domain Name System (DNS) entwickelt, das es ermöglicht, die IP in verständliche Worte umzuwandeln und umgekehrt. Die Domain besteht dabei aus einer Top Level Domain (TLD), die in die zwei Bereiche Allgemein (Generic, z.B. .com oder .net) und dem Länder (Countries, z.B. .de oder .eu)unterteilt ist, und einer Subdomain. Diese Subdomain beinhaltet dann den Domainnamen zu der entsprechenden Seite.

Bei der Wahl einer TLD sollte berücksichtigt werden, wo der Sitz des Webseitenbetreibers liegt und welche Art von Unternehmung dieser führt oder beabsichtigt zu führen. Natürlich ist nicht nur der Sitz des Betreibers von Bedeutung, sondern auch die gewünschte Zielgruppe, die es anzusprechen gilt. Wünscht man sich also überwiegend Webseitenbesucher aus Deutschland, so ist die Wahl der .de-TLD eindeutig die richtige. Für die Subdomain, also dem Domainnamen an sich, sollte wie bereits erwähnt ein möglichst leicht zu merkender verwendet werden. Möchte man dabei zwei Worte trennen, empfiehlt sich der Bindestrich. Jedoch sollte es bei einem bleiben. Auch die Gesamtlänge des Domainnamen sollte 11 bis maximal 13 Zeichen nicht überschreiten. Der Domainname sollte zudem bereits Aussage dazu treffen, was sich dem Besucher an Inhalten bieten wird. Abweichend davon ist natürlich die Verwendung des Firmennamen als Domain.

Bei der suchmaschinentechnischen Bewertung einer Domain spielt auch das Alter dieser eine Rolle. Ältere Domains werden dabei besser bewertet, da sich diese bereits etabliert haben. Doch ist dieser Punkt nicht von so großer Bedeutung, dass zwanghaft versucht werden muss, eine bereits vergebene, alte Domain zu kaufen. Auch neue Domains werden von Suchmaschinen als solche durchaus gefördert. Quasi ein Starterbonus.

Webhosting

Da nicht jeder Betreiber einer Internetseite einen eigenen Server betreiben kann, dies auch gar keinen Sinn machen würde, da zumeist die finanziellen Aufwendungen in keinem Verhältnis zu dem Nutzen stehen würden und das entsprechende, technische Know-how nicht vorhanden ist, muss dafür ein Dienst in Anspruch genommen werden. Damit eine Webseite im Internet aufgerufen werden kann, muss diese auf einem Server gehostet werden. Dafür muss ein sogenannter Webhoster oder Provider in Anspruch genommen werden. Gegen ein Entgelt können dort verschiedene Leistungen gebucht werden. Um ein Web-CMS betreiben zu können bedarf es der Unterstützung von PHP (Hypertext Preprocessor, spezielle Programmiersprache für dynamische Webseiten) und MySQL (Datenbankverwaltungssystem, in diesem werden die eigentlichen Inhalte, der Content gespeichert). Doch auch die Sicherstellung der ununterbrochenen Erreichbarkeit, der kostenlose Support, die Unterstützung von Apache-Module (für mod_rewrite, Adressumleitungen und Schaffung von suchmaschinenfreundlichen URL's) und das Anlegen von Logfiles, die für eine Auswertung des Besucherverhaltens und somit zielgerichteten Online-Marketing-Strategie wichtig sind, sollte gegeben sein.

URL-Design und URL-Aufbau

Die meisten Internetseiten bestehen natürlich aus mehr als nur einer Seite. Interne Verlinkungen, sei es im Fließtext oder mittels Menüführung verweisen dabei auf weitere URL (Uniform Resource Locator), über die auf weitere Verzeichnisse zugegriffen wird. Wird jede Seite für sich erstellt, so verweisen diese auf weitere HTML-Seiten. Bei dynamischen Webseiten besteht dahingehend die Problematik, dass beim Zugriff über die Domain eine index.php-Datei aufgerufen wird, die je nach Anforderung Seiteninhalte aus einer MySQL-Datenbank inkludiert. Die URL sieht dann z.B. wie folgt aus:

  • https://domain.tld/index.php?url=1234

Durch die Verarbeitung von Variablen in der URL (Parameter hinter dem Fragezeichen) werden die angeforderten Inhalte ausgegeben. Diese Form der URL, sprich das URL-Design, ist jedoch weder für den Besucher, noch für die Suchmaschinendienste von großem Nutzen. Will man dem Besucher eine spezielle Seite eines Unterverzeichnisses mitteilen, so wird er sich kaum eine Zeichenfolge von Variablenparametern merken. Auch die Suchmaschinen können anhand der URL nicht erkennen, welcher Inhalt sich dahinter verbirgt. Diese angesprochene Problematik macht es erforderlich, bei dynamischen Internetseiten sogenannte "sprechende" URL zu entwickeln. Dies lässt sich mithilfe der .htaccess-Datei umsetzen. Diese wandelt die Variablenparameter in eine URL mit klaren Wörtern um. Dies macht es dem Besucher leichter, sich eine URL zu merken und zeigt zugleich auf, welcher Inhalt ihn erwarten wird. Auch Suchmaschinen werten dies, besonders da nun auch weitere Keywords in der URL auftauchen, sehr positiv.

Wie auch bei der Wahl der richtigen Domain, sollte sich beim Anlegen einer URL - genauer gesagt dem URL-path, also dem Teil, der nach dem Slash (Schrägstrich) nach der TLD angegeben wird - genau überlegt werden, aus welchen Keywords, die am besten durch Bindestriche getrennt werden, diese bestehen soll. Diese sollten in engem Zusammenhang mit dem Inhalt der Seite stehen. Auch sollten sich diese Keyword in dem Content wiederfinden. Ein nachträgliches Abändern der URL sollte möglichst vermieden werden, da diese bei den Suchmaschinen indexiert wurde und somit dann nicht mehr zu finden wäre. Ein weiterer Grund, sich vornherein genaue Gedanken darüber zu machen.

Seitenaufbau und Menüführung

Wie bereits erwähnt ist der Seitenaufbau eines der wichtigsten Optimierungskriterien. Auf der einen Seite soll sich der Besucher leicht zurechtfinden und auf der anderen Seite sollen aber auch die Crawler der Suchmaschinen (auch Spider oder Searchbot genannt, ein Programm, das Webseiten analysiert) sich über die internen Verlinkungen gut zurechtfinden. Worauf unbedingt Acht zu geben ist, dass die Webseite keine "toten" Links enthält. Dies sind veraltete oder fehlerhafte Links, die zu keinem Inhalt oder zu keiner Seite führen. Dies ist nicht nur für den Besucher sehr ärgerlich, sondern wird auch von den Suchmaschinen abgestraft und kann sogar zum Entfernen aus dem Suchmaschinenindex führen.

Eine weitere Anforderung, die es zu beachten gilt ist die Tiefe der Webseite. Sprich, auf wie vielen Ebenen diese aufgebaut wird. Besser ist eine breitere Struktur. Suchmaschinen folgen in der Regel maximal bis in die dritte Ebene, danach verlassen diese wieder die Seite. Es wird davon ausgegangen, dass die Inhalte, auf einer tiefen Ebene nicht mehr von großer Relevanz sein können. Was mit einer tiefen Ebene gemein ist:

  • https://domain.tld/ebene1/ebene2/ebene3/seite.html

Das Menü sollte, wie auch der Aufbau der Webseite, sauber strukturiert sein. Wie auch bei einer Aufzählung mit Listenpunkten sollten dabei einem Thema untergeordnete Themenbereiche diesem auch im Menü klar erkennbar untergeordnet werden. So entsteht ein sogenannter Menübaum, der es dem Besucher erleichtern soll, durch die einzelnen Bereiche der Seite zu navigieren. Auch sollte ein Menü aus HTML-Elementen und Text bestehen. Jegliche Java-, Flash- oder Bildmenüs sollten vermieden werden. Denn auch die Suchmaschinen nutzen das Menü, um die Seite besser zu erfassen. Außerdem unterstützen nicht alle Browser bestimmte Java- oder Flashanwendungen, wenngleich diese auch vom Benutzer bewusst deaktiviert worden sein könnten. Mit Hilfe von Stylesheets (CSS, Cascading Style Sheets) lassen sich sogar Dropdownmenüs darstellen, ohne dabei die angesprochenen, nicht zu empfehlenden Mittel zu nutzen. Eine weitere Möglichkeit, das eigene Menü für Suchmaschinen aufzuwerten ist, dieses als ungeordnete Auflistung zu erstellen und diese dann mittels CSS wie gewünscht darzustellen. So könnte ein Menü aussehen:

<ul>
  <li><a href="https://domain.tld/seite1.html">Seite 1</a></li>
  <li><a href="https://domain.tld/seite2.html">Seite 2</a></li>
  <li><a href="https://domain.tld/seite3.html">Seite 3</a></li>
</ul>

Eine zusätzliche Möglichkeit der benutzerfreundlichen Navigation stellt die Breadcrumb Navigation Brotkrümelnavigation dar. Dies ist üblicherweise eine Textzeile, die dem Besucher zeigt, in welchem Kontext dieser sich innerhalb der gesamten Webseite befinden. Beispiel:

  • Sie befinden sich hier: Startseite / Hauptthema / Unterthema

Die einzelnen Ebenenbezeichnungen sollten als Linktext angelegt sein, sodass der Besucher durch klicken jederzeit auch eine Ebene nach oben überspringen kann.

Interne Verlinkungen

Nicht nur über das Navigationsmenü, sondern auch über interne Textlinks im Fließtext oder durch Artikelempfehlungen am Ende einer Seite lässt sich auf weitere Seiten verlinken. Sofern im Verlauf des Textes weiterführende Informationen auf einer anderen Seite vorhanden sind, kann direkt an der entsprechenden Stelle, an der diese Erwähnung finden, darauf verlinkt werden. Es ist ratsam, für jeden Textlink ein zusätzliches Title-Attribut hinzuzufügen. Diese blenden auf, sobald der Besucher mit der Maus über den Link fährt. Die dort eingegebenen Informationen sollten bereits vor dem Folgen des Links dem Besucher verdeutlichen, was ihn auf der anderen Seite erwartet. Für Google bieten diese Attribute neben wichtigen Keywords, die sich dort platzieren lassen, auch Informationen darüber, wie dieser Link kategorisch einzuordnen ist. So könnte ein Linktext im Content aussehen:

<p>Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore
<a href="weiterfuehrende-seite.html" title="Informationen zum Link, max. 75 Zeichen">Linktext</a> et dolore
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kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.</p>

Sitemap

Die Sitemap stellt durch Auflistung aller zugänglichen Links der Internetseite eine Art Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen dar. Neben dem eigentlichen Linkvereis enthält diese zusätzliche Angaben darüber, wann sich die dahinter verbergende Seite zuletzt verändert hat, wie oft zu erwarten ist, dass sich diese ändern wird und eine Priorität der Seite. Durch Angabe der Änderungsfrequenz kann man der Suchmaschine mitteilen, wie oft sich ein Wiederbesuch des Crawlers lohnt. Mittels der Prioritätenangabe lässt sich bestimmen, wie wichtig die einzelne Seite ist. Die Suchmaschinen geben dieser Angabe zwar keine große Bedeutung, wenn sogar diese gänzlich missachtet wird, dennoch kann man diese durchaus vornehmen. So hat eine wichtige Seite, wie beispielsweise die Startseite eine Priorität von 1,0 und eine unbedeutendere Seite, wie das Impressum einen Wert von 0,1. Es gilt natürlich auf den Syntax - also auf die inhaltliche, fehlerfreie Struktur - der sitemap.xml zu achten. Sofern die Anzahl an Links mehr als 100 beträgt, sollte eine weitere Sitemap angelegt werden. Auch empfiehlt es sich dann, diese themenbezogenen zu erstellen. Nachfolgend zeigen wir kurz beispielhaft auf, wie die Sitemap zu erstellen ist:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
 
<urlset xmlns="https://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
  <url>
    <loc>https://www.make-mobile.de/</loc>
    <lastmod>2013-09-01</lastmod>
    <changefreq>daily</changefreq>
    <priority>1.0</priority>
  </url>
  <url>
    <loc>https://www.make-mobile.de/blog/suchmaschinenoptimierung</loc>
    <lastmod>2013-09-05</lastmod>
    <changefreq>monthly</changefreq>
    <priority>0.1</priority>
  </url>
</urlset>

Code-Funktionen der Sitemap kurz im Überblick:

  • <urlset> fasst die gesamte Datei zusammen (erforderlich)
  • <url> umfasst als "Mutter-Tag" die eigentlichen Inhalts-Tags (erforderlich)
  • <loc> beschreibt die URL zur Seite und muss zwingend mit https:// beginnen (erforderlich)
  • <lastmod> letzte Änderung der Datei (optional)
  • <changefreq> Häufigkeit der voraussichtlichen Änderungsfrequenz der betreffenden Seite (optional)
  • <priority> eigene Gewichtung der betreffenden Seite (optional)

Abzuspeichern ist die fertige sitemap.xml im Rootverzeichnis des Servers. Anschließend empfiehlt es sich, den Suchmaschinendiensten den Pfad zu der Datei mitzuteilen. Auch sollte der Pfad in der roots.txt eingetragen werden, um den Searchbots diese mitzuteilen. Weitere Informationen zur Sitemap sind unter https://www.sitemaps.org/de/protocol.html zu finden.

Content

Der Optimierungsfaktor schlecht hin! Google füttern und gut gelistet werden: damit Google die eigene Seite bei Suchanfragen gut listen kann, müssen die gesuchten Begriffe oder Schlagworte natürlich auf der eigenen Webseite auch vorkommen. Doch nicht nur Google bewertet Inhalt positiv, auch der Besucher wird natürlich dankbar sein, zu einem gesuchten Thema ausführliche und vor allen Dingen Informationen mit Mehrwert zu erhalten. Egal ob ein eigener Blog, eine Seite für Dienstleistungen oder ein reiner Onlineshop, wer als Experte auftreten und dem Besucher viele Inhalte bieten kann, wird über kurz oder lang sehr gute Platzierungen bei den Suchmaschinen erhalten. Doch sollte auf gar keinen Fall der Fehler begangen werden, fremde Inhalte zu kopieren. Dies könnte nicht nur rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sondern wird von den Suchmaschinen auch als Duplicate Content, als doppelter Inhalt, abgestraft. Wer nicht in der Lage ist, guten Content selber zu erstellen, kann dafür auch professionelle Dienste in Anspruch nehmen.

Auch wenn natürlich der Text als "Träger von Keywords" fungiert, sollte ein gesundes Maß an Keyworddichte (Keyword-Stuffing vermeiden) begehalten werden. Außerdem empfiehlt sich, verschiedene Wörter einer Wortfamilie zu verwenden. Für jeden Begriff gibt es verschiedene Worte, die diesen in gleicher Weise beschreiben. Die Keyworddichte sollte in einem Text maximal 6% betragen. Es wird zwar teilweise auch davon gesprochen, dass ein Wert von bis zu 12% möglich wäre, doch sollte man lieber etwas konservativer an die Sache rangehen. Für die Ermittlung der Keyworddichte gibt es im Internet einige geeignete Tools. Empfehlenswert ist Keyworddichte-Tool von Rapid Searchmetrics. Man kann natürlich auch selber diesen Wert für ein Keyword ermitteln:

Die Keyworddichte ist zu ermitteln, indem die Anzahl der Keywords mit 100 multipliziert und das Produkt dann durch die Anzahl der Gesamtwörter teilt.
K = Keyworddichte
k = Anzahl Keywords
a = Gesamtzahl Wörter
K = k*100/a

Text sollte Text sein: ein häufig gemachter Fehler ist es, besonders für Überschriften Bilddateien anstelle von Texten zu verwenden, um eine "schicke" Schriftart zu verwenden. Überschriften stellen einen entscheidenden Faktor bei der Bewertung des Textes dar. Besonders in der <h1>-Überschrift, die pro Seite nur ein einziges Mal Verwendung finden darf, aufgeführte Keywordbegriffe finden bei Google und Co. große Gewichtung. Bilder sagen mehr als tausend Worte... Für den Besucher ist es natürlich schön, wenn dieser zusätzlich zu einem gut geschriebenen Text auch aussagekräftige Bilder (z.B. Grafen zur Verdeutlichung von Zahlen) vorfindet. Um jetzt den Suchmaschinen ebenfalls einen Mehrwert aus diesen Bildern zu geben, sollten sogenannte Alt-Attribute verwendet werden. Auch für die Barrierefreiheit einer Webseite ist dies von großem Nutzen, da diese Texte an Stelle des Bildes angezeigt werden. So sollte ein Bild eingebunden werden:

<img src="pfad-zum-bild.jpg" alt="Informationen zum Bild" />

Eine Form der Überschrift wurde ja bereits erwähnt. Ein gut geschriebener Text sollte auch entsprechend gegliedert werden. Dies erleichtert dem Besucher die Lesbarkeit, gibt aber auch der Suchmaschine wieder Informationen darüber, wie der Text zu interpretieren ist. Neben den Überschriften <h1> bis <h6>, wobei nur die ersten drei wirklich sinnvoll zum Einsatz kommen sollten, ist auch die Auszeichnung der einzelnen Absätze durch den <p>-Tag wichtig. Durch die Tags <strong> (fett) und <em> (kursiv) lassen sich zusätzlich wichtige Wörter für Suchmaschinen hervorheben. Da diese jedoch von einigen Webbrowsern nicht ausgegeben werden, sollten Hervorhebungen für den Besucher über die <b> (fett, bold), <i> (kursiv, italic) und <u> (unterstrichen, underline)Formatierungen vorgenommen werden. Doch auch hier sollte ein gesundes Maß eingehalten werden.

Nicht nur gut, nicht nur viel, auch noch aktuell. Die Aktualität einer Webseite ist für Google ein weiteres Indiz für dessen Qualität und spielt so für die Listung eine weitere, wesentliche Rolle. Daher sollten regelmäßig neue Inhalte in die Webseite einfließen und bereits vorhandene aktualisiert und auf den neusten Stand gebracht werden.

Meta-Tags

Die Meta-Tags enthalten Metadaten über eine Webseite und werden im <head>-Bereich des Quelltextes angegeben. Unter anderem enthalten diese Anweisungen für die Crawler, wie diese sich zu verhalten haben. So lässt sich steuern, ob diese dem Inhalt folgen und diesen in den Index aufnehmen sollen oder eben nicht. Auch sind eine Seitenbeschreibung (META-Description) und die bekannten Keywords (META-Keywords) dort anzugeben. Da besonders der META-Keywords-Tag lange Zeit missbräuchliche Verwendung fand, wird dieser von den Suchmaschinen nicht beachtet und wird durchaus bei Vornahme von Keyword-Spam abgestraft. Ob Sinn oder Unsinn, die Angabe von ein paar Keywords - etwa 170 Zeichen - wird keinesfalls schaden. Wichtig ist dabei die Kontinuität des zu optimierenden Keywords, dass angefangen beim <title>-Tag, in den Meta-Tags, in der <h1>-Überschrift und natürlich im eigentlichen Content eingehalten wird. Ein besonderes Augenmerk sollte auf META-Description gelegt werden. Die dort enthaltene Beschreibung wird als Text in den Suchergebnissen der Suchmaschinen wiedergegeben. Es sollte eine möglichst gute Zusammenfassung des Seiteninhalts bieten, mit wichtigen Schlüsselworten gespickt und nicht länger als 200 Zeichen sein. Wie auch beim Content der Webseite sollten die wichtigsten Informationen am Anfang stehen.

Meta-Tags im Überblick:

  • Seitenbeschreibung:
    <meta name="description" content="Beschreibung der Seite mit etwa 200 Zeichen" />
  • Stichwörter:
    <meta name="keywords" content="Keyords mit Komma getrennt und maximal 170 Zeichen" />
  • Anweisungen für Webcrawler:
    <meta name="robots" content="index, follow" />
    index = in den Index der Suchmaschinen aufnehmen
    noindex = nicht in den Index der Suchmaschinen aufnehmen
    follow = Hyperlinks auf der Seite sollen gefolgt werden
    nofollow = Hyperlinks auf der Seite sollen nicht gefolgt werden

Title-Tag

Ebenfalls im <head>-Bereich steht der <title>-Tag. Dort kommt mit maximal 75 Zeichen und etwa sechs bis sieben Wörtern der Inhalt der Seite zum Ausdruck. Dieser Teil ist für das Ranking mit einer der wichtigsten Faktoren. Dieser Text erscheint als Linktext in den Suchergebnissen der Suchmaschinen. Wird jedoch, wenn dieser zu lang ist gekürzt. Auch dieser Teil muss wieder die wichtigsten Keywords enthalten, wobei diese in fallender Priorität zu verwenden sind.

Nach der OnPage-Optimierung folgt die OnPage-Optimierung: Maßnahmen außerhalb der eigentlichen Webseite.

OffPage-Optimierung

Die Optimierungsmaßnahmen, die außerhalb der eigentlichen Webseite stattfinden, werden als sogenannte OffPage-Optimierungsmaßnahmen bezeichnet. Es sind Maßnahmen, die Zahl der qualitativ hochwertigen, eingehenden Verlinkungen zu erhöhen. Die große Herausforderung dabei ist es, auf natürliche Art und Weise Backlinks zu generieren. Diese sollten von anerkannten und themenbezogenen Seiten herrühren. Auf unsaubere Methoden, besonders kommerzielle Linkbuilder-Anbieter, sollte unbedingt verzichtet werden, da Suchmaschinen wie Google diese abstrafen.

  • keine Kauflinks (Linkbörsen)
  • kein automatisierter Linkaufbau
  • keine schlechten Backlinks

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Suchmaschinenoptimierung? Hinterlassen Sie uns doch einfach einen Kommentar. Wir Antworten gerne. Sie suchen professionelle und nachhaltige Unterstützung im Bereich der Suchmaschinenoptimierung? Wir stehen Ihnen mit unseren SEO-Experten gerne zur Seite.

0 Kommentare Artikel vom von Stefan Brueck

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